Kulturstrategie für die Stadt Nürnberg

Externe Agentur

Netzwerk Kulturberatung

Das Netzwerk Kulturberatung aus Berlin wurde durch ein öffentliches Ausschreibungsverfahren ermittelt und im Juni 2017 mit der Begleitung des Kulturstrategieprozesses beaufragt.

Das Netzwerk Kulturberatung vereinigt unter Leitung von Dr. Patrick S. Föhl Akteure und Institutionen projektbezogen aus den Bereichen Kulturmanagement und Kulturpolitik. Die projektbasierten Kernaufgaben sind Evaluation und Kooperationsentwicklung. Schwerpunkt ist das Thema Kulturentwicklungsplanung, besonders für Städte und Regionen. Partizipative Verfahren begleiten und steuern sowie grundsätzliche und spartenspezifische kulturpolitische Konzepte und deren Transformation stehen dabei im Mittelpunkt. Dazu gehören neben den großen Querschnittsfeldern Kulturelle Bildung, Kulturtourismus und Kulturwirtschaft auch spartenspezifische Herausforderungen wie die öffentliche Museums- und Theaterinfrastruktur

Team des Netzwerk Kulturberatung

In einer komplexer werdenden Umwelt benötigen Strategie- und Transformationsprozesse verschiedene Blickwinkel und Kompetenzen. Das Netzwerk Kulturberatung vereinigt für den Kulturstrategieprozess für die Stadt Nürnberg Akteure u. a. aus den Feldern Stadtentwicklung, Kulturmanagement, Kulturarbeit, Kulturpolitk, kulturelle Teilhabe, Diversity, Kulturtourismus sowie Politikwissenschaften.

Projektleitung

Dr. phil. Patrick S. Föhl – Externer Projektleiter

Foto © Natalka Diachenko

Dr. phil. Patrick S. Föhl (*1978) ist ein international anerkannter Kulturentwicklungsplaner und Kulturmanagement-Trainer. Sein Ansatz zeichnet sich durch die Kombination von partizipativen Ermächtigungsprozessen mit fundierten Analysenverfahren aus. Seit 2004 ist er Leiter des »Netzwerk für Kulturberatung«. In dieser Funktionen hat er u. a. rund zwanzig Kulturentwicklungsplanungen in Kommunen und Regionen als Projektleiter durchgeführt (z. B. LH Düsseldorf, Stadt Ulm, LH Potsdam, Stadt Dessau, KulturRegion Stuttgart, Stadt Plovdiv, Kreis Euskirchen, Stadt Brandenburg an der Havel, zwei Thühringer Modellregionen, Regionaler Wachstumskern Wittenberge-Perleberg-Karstädt, Landkreis Ostprignitz-Ruppin).

Seit 1996 hat er zudem in verschiedenen Kultureinrichtungen gearbeitet oder beraten (Auswahl: Stiftung Jüdisches Museum Berlin, Stiftung Schloss Neuhardenberg GmbH, Klassik Stiftung Weimar und Stiftung Deutsches Technikmuseum Berlin). Er ist Referent und Dozent an Hochschulen und Einrichtungen in Ägypten, Bulgarien, Chile, China, Deutschland, Österreich, Pakistan, Polen, Schweiz, Tunesien, Ukraine, USA und Vietnam. Von 2013 bis 2016 war er im Vorstand des Fachverband Kulturmanagement e.V. Zudem ist er Autor und Mitherausgeber von über 100 Publikationen und Standardwerken zum Kulturmanagement und zur Kulturpolitik in Theorie und Praxis. Hier findet sich ein zusammenfassender Beitrag zum Thema Kulturentwicklungsplanung.

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Dipl. Pol. Alexandra Künzel – Stellvertretende externe Projektleiterin

Foto © Andreas Pollok

Alexandra Künzel (*1983) studierte Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Università degli Studi di Milano. Zunächst befasst mit internationaler staatlicher und zivilgesellschaftlicher Zusammenarbeit, fand sie ihren Weg über politische Bildungsarbeit in die lokalen Zusammenhänge der Kulturpolitik und -infrastruktur. Seit 2013 arbeitet sie als freie Mitarbeiterin für das Netzwerk Kulturberatung, Berlin und ist hierbei spezialisiert auf die methodische Begleitung von partizipativen Kulturentwicklungsprozessen. In unterschiedlichen Funktionen wirkte sie u. a. an den Kulturplanungsprojekten für die zwei Thüringer Modellregionen Landkreis Hildburghausen / Landkreis Sonneberg und Kyffhäuserkreis / Landkreis Nordhausen, für den Landkreis Havelland sowie jüngst für die Landeshauptstadt Düsseldorf mit.

Erweitertes Expertinnen- und Expertenteam

Die externe Projektleitung wird durch ein internationales Expertinnen- und Expertenteam unterstützt, welches insbesondere im Rahmen der Workshops mitwirkt und den Prozess insgesamt beratend begleitet.

Dr. Ulrich Fuchs

Dr. Ulrich Fuchs lebt in Marseille. Studium der Fächer Germanistik, Politik, Geschichte, Soziologie und Theaterwissenschaften in Marburg, Berlin und Paris. Promotion an der FU Berlin. 1984-2005 Hochschullehrer an der Universität Bremen, 1993-1996 zudem an der Universität Mainz. 1984-2003 Dramaturg am Bremer Theater. 2000-2004 Leiter des Studiengangs Musik- und Kulturmanagement an der Hochschule Bremen. Ab 2001 regelmäßige Lehrtätigkeit an der Université d’Avignon.

Verschiedenen kulturpolitischen Funktionen beim Senator für Kultur in Bremen. 2003-2005 Projektleiter im Team der Bewerbung Bremens zur Kulturhauptstadt Europas 2010. 2005-2010 stellvertretender Intendant und Programmdirektor der Europäischen Kulturhauptstadt Linz 2009.

2010-2014 stellvertretender Intendant und Programmdirektor der Europäischen Kulturhauptstadt Marseille-Provence 2013.
Seit 2014 Mitglied der Jury der Europäischen Kommission zur Auswahl, Begleitung und Evaluierung aktueller und künftiger europäischer Kulturhauptstädte. Laufende freiberufliche Lehr- und Vortragstätigkeit.

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Dr. Yvonne Pröbstle

Dr. Yvonne Pröbstle entschied sich nach dem Studium der Europäischen Kulturgeschichte in Augsburg und Wien für ein Aufbaustudium Kulturmanagement am gleichnamigen Institut in Ludwigsburg, wo sie anschließend als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig war und mit einer empirischen Arbeit zur kulturtouristischen Nachfrage promovierte. 2013 folgte die Gründung der Agentur Kulturgold. Auch dort ist das Handlungsfeld Kulturtourismus, insbesondere mit der Erschließung und Sichtbarmachung von kulturtouristischen Potenzialen ein zentrales Thema. Weitere Arbeitsfelder liegen in der Besucherforschung und in der Kulturentwicklungsplanung. Lehraufträge führen die Kulturmanagerin darüber hinaus regelmäßig an Hochschulen und in Weiterbildungseinrichtungen.

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Prof. Dr. Gernot Wolfram

Prof. Dr. Gernot Wolfram (*1976) ist Publizist und Professor für Medien- und Kulturmanagement an der Macromedia Hochschule für Medien und Kommunikation in Berlin sowie Gastprofessor für Kulturwissenschaften an der Fachhochschule Kufstein/Tirol.

Nach seinem Studium und seiner Promotion an der Freien Universität Berlin ging der gebürtige Zittauer als Austauschdozent an die Universität Breslau (Wroclaw) und arbeitete als Kulturmanager bei der Europäischen Kulturhauptstadtbewerbung der Stadt Görlitz-Zgorzelec. Als freier Journalist hat er lange Jahre für die »Die Welt«, »Frankfurter Allgemeine Zeitung« und die »Jüdische Allgemeine« geschrieben und sich in zahlreichen Theater-, Literatur- und Festivalprojekten engagiert.

Seit 2006 ist er externer Fachreferent der Bundeszentrale für Politische Bildung für den Bereich Mediensoziologie und Kulturarbeit. Er ist zudem Mitbegründer des Forschungsnetzwerkes  »The Moving Network«, das sich mit Partizipation, Empowerment und transkulturellen Fragestellungen bei MigrantInnen und Nicht-MigrantInnen beschäftigt. Zahlreiche Lehraufträge in Deutschland, Schweiz, Marokko, Polen, Albanien und Österreich. Viele Publikationen zu den Themen Kulturelle Bildung und Integration, Community Building und Empowerment. Mehrfache Leitung von Workshops und Seminaren im Rahmen der Kulturentwicklungsplanungen unter Leitung von Dr. Patrick S. Föhl.

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Bill Flood M.A.

Bill Flood, M.A. Community Systems Planning and Development, is a community cultural development consultant and cultural development planner with 25 years of experience working with public and private non-profit organizations and communities. He served from 1996-2005 as the Community Development Coordinator for the Oregon Arts Commission (http://www.oregonartscommission.org) and also as one of the three initial staff for the Oregon Cultural Trust (http://culturaltrust.org). He taught for the University of Oregon Arts and Administration Program from 2007-2017.  

Bill Flood enjoys working in both the U.S. and Germany. He received in 2008 a J. William Fulbright Scholarship Board award to research community cultural development and teach at the Fachhochschule Potsdam. Current areas of interest and emphasis for him include arts/cultural approaches to equity, program evaluation strategies, network and coalition development, and all forms of stimulating participation in local culture. He has published (in both English and German) on community cultural development, organizing local culture, creative place-making, community engagement, and collaborative practice.

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Klaus Seltenheim M.A.

Klaus Seltenheim (*1984) studierte Sport-, Kultur- und Veranstaltungsmanagement an der FH Kufstein Tirol. Während des Studiums arbeitete er an der Evaluierung eines Fördertopfes der freien Kulturszene Innsbruck und forschte zu dem Thema Kulturtourismus in alpinen Regionen. In beiden Bereichen richtete sich der Fokus auf ungenutzte Potenziale im Zusammenwirken unterschiedlicher Stakeholder. Er kommt beruflich aus der politischen Jugendarbeit und war zuletzt für ein internationales Theaterfestival für junges Publikum, sowie als externer Projektbetreuer für die FH Kufstein Tirol tätig.